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Afrika 2003. Der schwarze Kontinent mit so vielen Möglichkeiten zu helfen. Doch Hilfe verrinnt wie das Wasser in der Wüste.
(Graf H. von Roit)
Fortsetzung des Artikels “Schulen für Afrika” der Infoseite . . . Bei mir stehen Menschen im Vordergrund
Ich ziehe durch die Straßen, wie immer ist es weit nach Mitternacht. Die Luft ist feucht und heiß - wie immer. Leben spielt sich ab in den vielen Bars und Buden am Weg, trotz der vorgerückten Stunde. Der Tag wird gemieden, zu viele Blutsauger überall. Afrika. Keine Region für Touristen. Nur Abenteurer und Diamantenhändler zwingt der Wille zum Reichtum in diese Gegend am Südparzifik - und das Land ist Arm - Gegensätze.
Der richtige Ort auch für mich, irgendwie alleine - wie immer - denn mein Plan ist außergewöhnlich. Schulen für Menschen zu bauen, hier in einer Anders-Welt.
Mein deutschsprachiger Begleiter, ein Landeskundiger mit Beziehungen zu höheren Milizkreisen, hat einen Wagen mit Chauffeur organisiert, der uns in das Dorf Kipé fährt. Hierhin sind meine Gelder geflossen, die ich bereits zuvor aus Deutschland transferiert habe, in treue Hände zum Bau von 3 Schulen.
Bei meiner Ankunft waren die Grundmauern errichtet und es ist bereits das gesamte Baumaterial bereit gestellt. Mein Vertrauen in das Projekt bedeutet auch: Dem Menschen zu trauen, der selbiges verwaltet, anders geht es hier nicht. Anders geht es nirgendwo. Denn Bedeutsam ist das Gefühl gemeinsam im Gedanken an ein entferntes Ziel Grenzen zu überwinden, auch die Grenze der empirischen Erfahrung um Anders-Welten zu verstehen...
... Nach nunmehr zwei Jahren berichtet mir mein Landsmann, dass die Schulen dem Zweck entsprechend genutzt werden, teilweise zumindest, da die dringende Notwendigkeit bestand, Hühnerställe zu besitzen um mit den Eiern ein “Vermögen” zu erwirtschaften - was in Afrika ein paar hundert Euro sind. Nun denn, vielleicht ist es ja der Wunsch gerechter Voodoogötter gewesen, der mich hierher geleitet hat und der dem Dorf diesen Reichtum beschert hat. Mag der Betrachter nun sinnen was bedeutsam ist und ob blindes Vertrauen ein Glaube an Trugbilder sei, in der schwarzen Welt die uns umgibt? Wohl nicht das Verstehen von abstrakten Buchstaben und abgehobener Philosophie ist bedeutend hier, als vielmehr den naturnahen Weg durch das nackte Leben zu finden. Wie sollte es anders sein - Afrika, Land der Gegensätze. Und die Menschen dort kann ich gut verstehen und vertraue weiterhin auf deren Kunst zu überleben. |